Die 2. Wanderung des Jahres stand auf dem Plan, organisiert von unserem Kollegen Schwob, der bis jetzt kein gutes Händchen mit dem Wetter hatte. Und auch diesmal waren die Aussichten nicht besonders erfreulich, für die ganze Schweiz wurde eine Gewitterwarnung ausgesprochen.
Weiter erschwerend kam hinzu, dass der Grossteil des Vereins gesundheitsbedingt ausfiel.
Und so machten sich am Samstag morgen 4 OAB-Wanderer auf den Weg in den Jura. Diesmal stand kein Brauereibesuch auf dem Plan, die Kulinarik und das Wandern standen im Vordergrund. Von Solothurn ging es mit dem Zug nach Gänsbrunnen, begleitet wurden wir schon von den ersten Regenschauern.
In Gänsbrunnen war es dann bewölkt und regnerisch, als es auf die erste Etappe über 3km ging. Anfangs ging es entlang der Hauptstrasse bis wir an der Silky Ranch in die Natur abbiegen konnten. Vorbei an Löwen und Tigern, die wir bei unserer Jura-Safari aus sicherer Entfernung bestaunen konnten sowie einem Bauernhof, wo unser Tierflüsterer Flo wieder seinem Namen alle Ehre machen konnte, ging es über Hügel und Felder. Und Petrus scheint auch ein Bierwanderer zu sein, den sobald wir die Strasse verliessen klarte es zunehmend auf und wir wurden mit Sonne belohnt.
Landschaftlich ist das Jura einfach fantastisch – die Stille und Unberührtheit der Natur ziehen einem in seinen Bann, für ruhesuchende ist das Jura wärmstens zu empfehlen.
Nach etwas mehr als 30min kamen wir in Corcelles am Restaurant l’Etrier d’argent an. Zum Apero gab es ein nicht alltägliches Bier als Mittelländer, es wurde Warteck Bräu aufgetischt. Ein traditionsreiches Basler Bier was um die Jahrhundertwende entstand, im Geschmack ist das Lager recht süffig und hat nur einen leicht herben Abgang. Leider wurde die Brauerei Anfang 2001 von Feldschlösschen gekauft und hat somit seine Eigenständigkeit leider veroren.
Danach ging es zum kulinarische Höhepunkt des Tages, die Hauspezialität „Filet Maison“. Rinderfilet und Pferdefilet wird in einer Kräuterbutter auf dem Tisch gebraten, dazu gibt es Pommes und Gemüse à Diskretion. Einstimmig konnten wir sagen, das man kaum besser Essen kann – das Fleisch war von Topqualität und mit 400g Rinder- und 300g Pferdefilet pro Person auch in ausreichender Menge vorhanden. Bedienung und Ambiente sind top, das Restaurant ist ein wahrer Geheimtipp und jedem Fleischliebhaber wärmstens zu empfehlen.
Nach 2h schlemmen und ein paar Hopfensäfte zur Verdauung gingen wir dann Richtung Bahnhof und fuhren nach Moutier, wo der 2. Teil der Wanderung starten sollte. Mittlerweile war es düster geworden und ein Gewitter zog auf, somit kehrten wir am Bahnhof von Moutier ein und warteten bei einem kühlen Bier auf Besserung.
Gegen 15 Uhr schien das Gewitter vorbei zu sein und wir machten uns auf Richtung Court. Zuerst ging auf Strassenwegen durch Moutier Richtung Ortsausgang. Es wurde bergiger und kurz nach nach dem Ortsschild öffnete sich vor uns die Gorges de Court. Die Birs hat hier über Jahrhunderte die beeindruckenden Wände der Schlucht geschliffen. Der Weg schlängelte sich entlang der Birs und kreuzte einige Male die Strasse durch Stege, die unter den Brücken verlegt waren. Dann ging es in etwas in die Höhe in den dichten Jurawald, wo wir unzählige Pflanzen und Tierarten trafen. Rehe kreuzten unseren Weg und wir konnten wiedermal die unberührte Schönheit des Juras geniessen. Zwischendurch genossen wir die Ruhe, machten Halt und gönnten uns einen Snack sowie ein kühles Bier.
Zum Abschluss sprang unser Vereinskollege Schwob bei einem Wehr noch in die Birs, die dann doch recht kalt war was er dann doch etwas bereute als er zitternd aus dem Wasser kam. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir Court, wo wir beim Verlassen der Schlucht von blauem Himmel und besten Wetter erwartet wurden. Zum Abschluss bekamen wir noch einen sehr speziellen Grillplatz zu sehen, direkt an der Autobahnauffahrt – nicht gerade die einladendste Stelle.
Hier endete unsere Reise und wir machten uns mit dem Zug auf den Heimweg.































