Lade Veranstaltungen

Entlang der Kleinen Emme zwischen Entlebuch und Wolhusen

Unsere zweite Wanderung des Jahres am 10.Juli 2021 führte in den Kanton Luzern – die Bewanderung des vermeintlich schönsten Teils des Emmenuferweges von Entlebuch nach Wolhusen stand auf dem Programm. 

Während der grösste Teil der Truppe mit dem Zug anreiste, liess sich die Fraktion Oensingen..

…von Sekretär Schwob in seinem nigelnagelneuen SUV chauffieren.

Pünktlich um 9:30 Uhr trafen alle bei herrlichstem Sonnenschein am Bahnhof Entlebuch ein. Mit dabei war auch Gastwanderer Simon aus Zürich. Die Stimmung war ausgelassen und die Vorfreude auf die Wanderung durch die schöne Luzerner Natur spürbar.  

Um etwa 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg. Nach einem kurzen Marsch entlang der Gleise erreichten wir den Flusslauf der Kleinen Emme.

Kleine Emme

Trotz des Regens der vergangenen Tage führte die Kleine Emme erstaunlich wenig und klares Wasser. An vielen Stellen lugte das Flussbett durch die Wasseroberfläche und die Versuchung war gross, mit wagemutigen Sprüngen die andere Seite des Flusses zu erreichen.

 

Unser Weg führte vorbei an Wasserfällen…

…spektakulären Stromschnellen…

…über Holzbrücken…

…und entlang befestigter Uferwege.

Wir genossen sichtlich das Wandern, die Kameradschaft und das Biertrinken.

Robi

Plötzlich erregte ein Schild am Wegesrand unsere Aufmerksamkeit, das uns auf den nächsten Metern der Wanderung kühles Bier in Aussicht stellte. Bei Mitgliedern eines Bierwandervereins löst eine solche Ankündigung natürlich Gefühle der Vorfreude und verstärkten Speichelfluss aus.

Tatsächlich sass einige Meter weiter ein Mann auf einer Bank. Zu seiner rechten lag ein schwarzer Hund auf dem Boden, zu seiner linken stand eine blaue Kühlbox, die natürlich sofort die Blicke aller Wanderer auf sich zog. Es stellte sich heraus, dass der Mann Robi hiess und gemeinsam mit seiner Hündin Amy laotisches Bier an durstige Wanderer verkaufte. Es wurde Bier für die ganze Truppe gekauft und tatsächlich handelte es sich um sehr kühles und dazu noch äusserst schmackhaftes Bier.

Aufstieg auf die Ebnet

Erfrischt führten wir unsere Wanderung entlang des idyllischen Flusslaufes fort.

Bereits wenige hundert Meter weiter erwartete uns das erste Etappenziel: der Aufstieg auf die Ebnet zur Brauerei des Entlebucher Biers. Die Temperaturen waren inzwischen angestiegen und der Aufstieg erwies sich als kräftezehrend und schweisstreibend, aber dennoch als wunderschön.

Brauerei Entlebucher Bier und Gasthof Lindenhof

Oben angekommen wurden wir für unsere Mühen belohnt. Im tollen Ambiente der Brauerei durften wir nach Herzenslust alle Sorten des Entlebucher Biers durchprobieren, wobei die eine besser als die andere schmeckte. Die Liebe und Sorgfalt, mit der das Bier gebraut wurde, konnte man schmecken. Auch Brauer Simon trug mit seiner freundlichen Art, seinem übertrieben grossen Bart und seinem umfangreichen Fachwissen über das Bierbrauen dazu bei, dass der Besuch beim Entlebucher Bier das Highlight dieser Wanderung wurde.

Nach einer ausgiebigen Verkostung gingen wir – leider mit einiger Verzögerung – über zum Mittagessen im angrenzenden Restaurant Lindenhof, wo wir von Irène und ihrem Team betreut und auf ganzer Linie verwöhnt wurden. Auch hier scheint der Grundsatz zu gelten, die Speisen mit grosser Sorgfalt und Handwerkskunst und vor allem mit einem Schwerpunkt auf regionale Produkte zuzubereiten. Als Schmankerl konnten wir zum Essen noch ein Glas des wohlschmeckenden Entlebucher Hausbiers trinken – eine Sorte, die man nur im Restaurant Lindenhof bekommt.

Nach dieser Stärkung machten wir uns auf zum zweiten Teil unserer Wanderung, weiter entlang des herrlichen Flusslaufes der Kleinen Emme. Auf dem Abstieg von der Ebnet konnten wir den fantastischen Blick über die hügelige Landschaft geniessen.

Das Chalchloch

Weit mussten wir nicht laufen, bis wir zum nächsten Highlight dieser Wanderung kamen – dem Chalchloch. Hier hat sich die Kleine Emme auf beeindruckende Weise ihren Weg durch Millionen Jahre alte Schichten von Nagelfluhgestein gegraben.

Im weiteren Verlauf der Wanderung überquerten wir die Kleine Emme mehrmals und kamen dabei dem Ziel unserer Wanderung – Wolhusen – immer näher.

Zielgerade

Die letzten 700 Meter bis nach Wolhusen mussten wir an der Hauptstrasse entlang laufen.

 

Auf der ursprünglich geplanten Route hätten wir dieses etwas trostlose Teilstück umgangen, aber an Weiterlaufen war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken. 

 

Es gab nur ein Ziel: Wolhusen.

Finale

Wir haben es geschafft. Leider ging am Ende der Plan nicht auf, in Wolhusen noch das wohlschmeckende, regionale Wolhuser Bier zu probieren. Alle waren müde vom Laufen und die erste Beiz im Ort sollte gut genug sein.

Nach einem letzten, erfrischenden Entlebucher Bier ging es auf den Heimweg.

Es war toller Tag.
Danke, Jungs.